Die Nacht der Ideen: Was ist uns in den Sinn gekommen?

Die Nacht der Ideen - MUDAM Luxemburg

Foto: Kuhn / Camäléon

In der Nacht vom 31. Januar zum 1. Februar 2019 fand im MUDAM (Musée D’Art Moderne) in Luxemburg die sogenannte Nuit des Idées, oder Nacht der Ideen statt – eine kooperative Veranstaltung der europäischen Kulturministerien, zu der einige DFG-Schülerinnen und Schüler eingeladen waren. Trotz der langen Fahrt und der späten Uhrzeit waren diese in Begleitung einiger Lehrer zahlreich erschienen.

Dieses Jahr war das Thema ,,der Gegenwart gegenübertreten », oder ,,Face au présent » und wie erwartet schlugen die Diskussionen dieses Jahr wieder einige Wellen. Neben Politik und Kunst besprachen die Redner unter anderem Transhumanismus und die Zukunft unseres Planeten.

Von Kunst und Kultur zu Umweltschutz
Die Nacht der Ideen - MUDAM Luxemburg

Foto: Kuhn / Camäléon

Gleich am Anfang hat der Hauptredner des Abends, der Autor Camille de Toledo, mit einem einstündigen Vortrag den Abend eingeleitet. Seine sehr interessante Rede behandelte zuerst das Motto des Abends und erörterte die Frage, ob die Gegenwart überhaupt etwas ist, dem man begegnen könne. Später schnitt er weitere Themen an wie den Umweltschutz (zu dem er eine sinnvolle und nuancierte Position bezog). Er sprach von einer Möglichkeit die Natur rechtlich zu vertreten, um sie so zu schützen, wie es in Neuseeland bereits mit einem Fluss getan wurde. Außerdem kritisierte er die desorientierende Wirkung der Massenmedien und Internetnachrichten auf den modernen Menschen. Er stützte seine Aussagen auf persönliche Erfahrungen mit der heutigen Berichterstattung, die sehr nachvollziehbar waren sowie Referenzen auf die französische Philosophie.

Im Laufe der anschließenden Gesprächsrunden konnten wir zuerst mit dem Künstler und Theaterregisseur Eugen Georg sprechen, der sich stark für die Kulturförderung im Saarland einsetzt. Zusammen mit seinen Kollegen versucht er dafür zu sorgen, dass Saarbrücken in der Kunstszene mehr Beachtung gewinnt. Er beteiligt sich außerdem an der Integration von Flüchtlingen, indem er sie in sein Theaterprogram,  »Morgen wird’s schöner » einbindet. Nach der Unterhaltung über die Kunst in Saarbrücken und Kultur im Allgemeinen, hatten wir die Möglichkeit erneut mit Camille de Toledo zu sprechen. Zusammen mit DFG-Französischlehrer Monsieur Vercruysse konnten eininge Schüler die Inhalte seiner Ansprache noch einmal mit ihm vertiefen und ihm einige inhaltliche Fragen stellen.

Die Kulisse der Veranstaltung
Die Nacht der Ideen - MUDAM Luxemburg

Foto: Kuhn / Camäléon

Obwohl die Beiträge und Diskussionen der Nacht der Ideen an sich schon sehr spannend waren, fand ich persönlich das MUDAM selbst fast genauso interessant. Neben der beeindruckenden Architektur des Gebäudes und der  »Silent Disco », einer stillen Tanzparty bei der jeder Teilnehmer über Kopfhörer seine eigene Musik hörte, gab es auch einige Kunstwerke und Skulpturen zu bestaunen. Der Fokus der Ausstellung lag vor allem auf der Kombination aus altertümlicher Kunst und der Banalität des Alltags, zum Beispiel ein chinesisches Reliefmuster in einem Autoreifen oder ein Renaissance-Brunnen voller Tinte. Uns Schülern wurden dabei zudem einige neue Denkansätze und Ideen mitgegeben.

Laisser un commentaire

Votre adresse de messagerie ne sera pas publiée. Les champs obligatoires sont indiqués avec *