Das Wort der Woche: #Niederknien

West Ham United-Spieler Jesse Lingard kniet vor einem Fußballspiel nieder (Foto: Egghead06 https://en.wikipedia.org/wiki/Black_Lives_Matter#/media/File:Jesse_Lingard_BLM.jpeg CC BY-SA 4.0)

West Ham United-Spieler Jesse Lingard kniet vor einem Fußballspiel im Mai 2021 nieder (Foto: Egghead06 CC BY-SA 4.0)

Bei mehreren Spielen der EM 2021 haben sich Fußballer vor dem Anpfiff hingekniet, um im Kontext der „Black Lives Matter“-Bewegung gegen Rassismus zu protestieren.

Auch die belgischen Spieler haben sich dazu entschieden, sich vor dem Spiel gegen die Russen, welche stehen blieben, niederzuknien und wurden dafür von den russischen Fans ausgepfiffen. Sie meinen, es spricht gegen die Disziplinar-Regularien der UEFA, welche „die Verwendung von Gesten, Worten, Gegenständen oder anderen Mitteln zur Übermittlung von provokativen Botschaften, die nicht zu einem Sportereignis passen, besonders provokante Nachrichten politischer, ideologischer, religiöser oder beleidigender Art“ verbieten.

Aber die UEFA hat sich dazu entschieden, diese Geste nicht unter diese Kategorie fallen zu lassen: „Jeder Spieler, der eine Gleichstellung der Menschen fordert, indem er sich niederkniet, hat die Erlaubnis dazu“, teilte der Verband der ARD-Sportschau mit.

Auch Manuel Neuer, der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, wollte ein Zeichen setzen. Er trug beim Spiel gegen Portugal eine Regenbogen-Kapitänsbinde. Dies wurde von der UEFA überprüft, wurde aber am Ende als Zeichen der Mannschaft für Vielfalt bewertet.

Außerdem wollte die Stadt München die Fröttmaninger Arena zum dritten deutschen Gruppenspiel gegen Ungarn am Mittwoch in Regenbogenfarben leuchten zu lassen als „sichtbares Zeichen der Solidarität mit der LGBT-Community in Ungarn“. Dies wurde jedoch von der UEFA untersagt.

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